Donnerstag, 16. Dezember 2010

Portrait (erstellt vom Medienschaffenden Flavio Razzino) Erwin Feurer.

Publiziert in den Oberthurgauer Nachrichten vom 16. Dezember 2010.

«Diese Revolution macht Sinn»

Erwin Feurer, der Verleger von Adda Adda und «Förde­rer » von Spigar, Ludy Bauer und weiteren Künstlern, hat derzeit Schlafprobleme, weil sein neustes Projekt einer Weltrevolution gleichkommt.

Erwin Feurer ist ein sonderba­rer Mensch. Nicht im Benehmen, nicht aufgrund seines Aussehens – sein Lebensstil und sein Beruf als Kunst und Bauunternehmer ma­chen aus ihm etwas Aussergewöhn­liches. Er ist einer jener Querden­ker, welche die Welt am liebsten völlig umgekrempelt sehen möch­ten – mit dem grossen Unterschied, dass Erwin Feurer tatsächlich an seinen Träumen arbeitet und dank seines Genies und geschickter Or­ganisation tatsächlich erfolgver­sprechend wirkt.

Auf der Siegerstrasse

«Ich war schon immer ein Aussen­seiter », erklärt Feurer und macht daraus auch keinen Hehl. Das «An­ders »sein sei ein Teil seines Le­bens, er habe deswegen viel riskiert und viel verloren. Zurzeit scheint Feurer aber auf der Siegerstrasse zu stehen, nebst den Adda Adda Bücher, die er verlegt (aber nicht schreibt!) hat er kürzlich die Moos­mühle in St. Gallen restauriert und nun verkaufen können. Sein neus­tes Projekt, die Weltrevolution, hat er ebenfalls lanciert. «Diese Revo­lution macht Sinn», findet Feurer und hört man ihm zu, wird man plötzlich nachdenklich. Eines vorneweg: Erwin Feuer ist nicht Adda Adda. Sein Verlag, die ComMedia Vision AG druckt und verkauft le­diglich die Bücher des anonymen Rorschachers, doch der begnadete Kunstliebhaber betätigt sich selber äusserst selten künstlerisch.

«Die wohl kleinste Galerie der Welt»

Feurer wohnt im Oberthurgaui­schen Egnach, in einem grossen, blauen Riegelhaus. Sein Garten und der Vorplatz sind gesäumt mit merkwürdigen Skulpturen und un­endlich vielen kleinen Kunstwer­ken. Auf dem Kiesplatz vor seinem Haus steht etwa eine vom Rhein­taler Künstler Spigar geschaffene Telefonkabine, die in Wahrheit als «kleinste Galerie der Welt» gelten möchte. «Derzeit haben wir darin eine Ausstellung vom grossen Rolf Hauenstein», erklärt der Kunst­vermittler und Kurator Feurer. Seine Berufsbezeichnung im Üb­rigen wechselt sich ständig. Ein­mal nennt man ihn Bauunterneh­mer, einmal Kunstunternehmer, dann Manager – er selbst mag sich da nicht so recht festlegen. Das ist ein wesentlicher Charakterzug des St. Gallers. Feurer ist, um es mit einem Wort zu sagen, einfach nur «anders». Und das mit System.

Im Gegenwind – Der Verteidiger der Familie Erb

In der Schweiz war Feurer zu­letzt wegen seiner Klage gegen die Sachwalter der ErbGruppe in die Schlagzeilen gekommen. Während der Mainstream den finanziellen Kollaps der ErbGruppe im Jahr 2007 spöttisch feierte und sich über die Schenkung des Schlosses Eugensberg in Salenstein von Rolf Erb an seine Söhne empörte, schlug sich Feurer, ein Freund der ErbFa­milie, auf die «unbeliebte» Seite. Diese unbeliebte Seite scheint zu seinem Lebensmotto geworden zu sein: «Ich habe mich immer gegen Gruppierungen oder Interessenge­meinschaften gewehrt –; oder dann solche gemieden. Wenn es alle gleich machen, bin ich mit Sicher­heit der Erste, der einen anderen Weg geht.» Feurer nennt dies auch Zivilcourage und fügt an: «Aber ma­chen Sie sich keine Illusionen, Zi­vilcourage bringt keine Freunde.»

«Auch Spigar leidet»

Feurers Haus in Egnach ist ein ein­ziges Kunstarchiv. Nachlässe von grossen und kleinen Künstlern la­gern dort sowie Werke von loka­len Grössen wie Ludy Bauer, Spigar und Erich Staub. Kunst sei seine Leidenschaft, erklärt Feurer, wäh­rend er mit gemächlichen Schrit­ten durch das grosse Haus geht. Es gibt kaum eine freie Wand, überall hängen Bilder in verschiedensten Stilrichtungen und Farben. Auch der Boden ist übersät mit Antiqui­täten, Büchern und Kartonschach­teln. Dann bleibt Feurer vor einer Spigarskulptur stehen, lobt das Ge­nie vom Rheinecker Künstler, fügt dabei aber bedauern an: «Auch Spi­gar leidet, ähnlich wie Ludy Bauer, an der heutigen Gesellschaft. Es ist schon tragisch, wie Künstler mit einem solchen Talent kaum über die Gemeindegrenzen hinauskom­men. » Feurer selbst hat eine ähnli­che Erfahrung machen müssen, als er vor nunmehr zehn Jahren das Bahnhofsgebäude in Rheineck ge­kauft und saniert hatte.

Die bittere Niederlage

Sein Ziel damals: In Rheineck ein Kulturzentrum zu eröffnen, wel­ches den Künstlern eine ausge­zeichnete Plattform für ihre Werke bieten könnte und dabei die Kunst zu fördern. Diesen Plan machte Feurer ohne die Rheinecker Be­völkerung, die den Kulturpalast gemieden – und so in den finan­ziellen Ruin getrieben hatte. In einem Brief an die Redaktion des SaitenMagazins schrieb Feurer: «Als Schlussbouquet und defi­nitive Vertrauensfrage an Rhei­neck und die Ostschweiz initiier­ten wir eine international bedeu­tende Gruppenausstellung mit dem Namen «Kulturschiene meets Kulturpalast». Mit von der Par­tei waren Künstler wie Hannes Bossert, Hans Ruedi Giger, Kurt J. Haas, Urs Huber «Uri», Edith Kap­peler, Fred Engelbert Knecht, Do­ris Michel, Francois Viscontini, Bruno Weber und Willy Wimpf­heimer. Sie alle waren hochmoti­viert! Es wurde eine Vernissage, die in Paris, London, Tokyo oder New York hätte stattfinden kön­nen, mit monatelanger Vorberei­tungsarbeit auf allen Ebenen; wir dachten, jetzt fliegen wir ab! In der Folge: Ernüchterung, Igno­ranz, Arroganz und Boykott (War auch eine Prise Neid im Spiel?) der «Eingeborenen». Während den zwei Monaten Ausstellung erschie­nen praktisch keine Besucher, von Verkäufen schon gar keine Rede. Dies war der physische und psy­chische, der materielle und ide­elle Tief und Schlusspunkt, da musste ich aufhören, mehr aus­zusenden war nicht möglich.»
ERWIN FEURER Verleger, Kunstvermittler und Aussenseiter – ein Besuch in Egnach
 Zwischen all den Kunstwerken selbst ein Kunstwerk geworden – Erwin Feurer.
Adda Adda und die Weltrevolution

Heute hat Feurer den Kulturpalast zu sich nach Hause geholt, nebst den unzähligen Bildern liegen auch Adda AddaWerke und seine eige­nen Bücher in den Vitrinen. Die Zusammenarbeit mit Adda Adda sei ihm wichtig, erklärt Feurer und schwärmt vom unbekann­ten Künstler und seiner künstleri­schen Brillanz. «Er bewegt etwas in Rorschach und macht gleichzei­tig ständig Liebesbeweise an die Hafenstadt. Er ist schlicht fantas­tisch! » Was Adda Adda auf loka­ler Ebene bewirkt, soll sein derzeit grösstes Projekt, die «Weltrevolu­tion », auf internationaler Ebene bewirken: Eine Veränderung zum Guten. «Wir sprechen da von einer realistischen Lösung für die derzei­tigen Probleme der Welt: Energie­knappheit und die soziale Unge­rechtigkeit. Die Lösung habe ich nicht gefunden, ich möchte ihr nur zum Durchbruch verhelfen». Erwin Feurer spricht vom SilanÖl, ein Erdölersatz der aus Sand ge­wonnen werden kann. Erfunden hat ihn Peter Plichta, ein deutscher Wissenschaftler. Feurer zu dieser Erfindung: «Stellen Sie sich das einfach mal vor. Ein Wissenschaft­ler aus Deutschland hat die Lö­sung, nach der alle suchen, längst gefunden und doch spricht nie­mand darüber! Schon 1993 liess er seine Erfindung in verschiedenen Ländern patentieren, da sie wis­senschaftlich belegt werden kann. Die Tatsache, dass aus Sand Ben­zin hergestellt werden konnte, ist also unbestritten.» Für Feurer ist die Förderung dieser revolutionä­ren Erfindung zur Lebensaufgabe geworden.

So hat er im Sommer dieses Jahres in Sachsen das Schloss «Radibor» im Namen des International Burn­out Fund gekauft, um dort ein «Wis­senschaftszentrum » einzurichten. Dafür brauche es ein Netzwerk und viel Geduld, erklärt Feurer seine Pläne und fügt an, dass er fest daran glaubt, dem SilanÖl zum Durch­bruch verhelfen zu können. Dazu benötige es aber einiges an Arbeit und etliche schlaflose Nächte.

Flavio Razzino

Freitag, 3. Dezember 2010

Danke für Danke an Adda Adda!

Viel ist gesprochen, geschrieben, manchmal auch gedacht worden über Adda Adda, die anonyme Urheberschaft der Textkunstwerke, allen voran
"rorschachs adda adda ohne punkt & komma".

Nur etwas ist oft in Vergessenheit geraten:
Danke, Adda Adda!

Für deine Kulturbereicherung in der einzigsten Stadt am südlichsten Ufer des Bodensees, in Rorschach,

für deine Kreativität und deinen Kunstsinn,
für deine Liebeserklärungen der besonderen Art,
für deine Denkanstösse,
für die kostenlose Vermittlung von Bildung und Wissen,
für deine Unvoreingenommenheit und Schonungslosigkeit,
für deinen sprühenden Geist und Witz,
etc. etc.

Jemand hat dies nicht vergessen:




DaDanke für das DaDankesagen an Adda Adda!

Montag, 8. November 2010

Ein Tag im Leben von Adda Adda. Ein Tag im Leben. Von Adda Adda.

Zum besseren Verständnis des Lebens.


Mit Gebrauchsanleitung.


Soeben publiziert unter:

http://www.lulu.com/product/paperback/ein-tag-im-leben/13555757 .

Ein Tag im Leben

Der Spass ist irgendwann zu Ende.


Dann hilft nur noch lautes Lesen.


Und schliesslich: Lassen Sie es sich vorlesen.




Ein Buch, an dem Niemand ohne Weiteres vorbeikommt.




Paperback , 314 Seiten
* * * * *

Darstellung eines Tages im Leben. Textkunstwerk einer anonymen Urheberschaft unter dem Namen Adda Adda. Écriture automatique mit Gebrauchsanleitung. Bestandteil einer Serie von Publikationen im Zusammenhang mit der Stimmungsspiegelung des Sommers 2009 in der einzigsten Schweizer Stadt der Welt an der südlichsten Bucht des Bodensees, in Rorschach. Fortsetzung und Beitrag zum Projekt "Rorschach bewusster wahrnehmen".

Roman Opalka gewidmet.

Dienstag, 12. Oktober 2010

Wer oder was ist Adda Adda? - Phänomen, Zeit-, Weltgeist, Unruhestifter?


«Rorschachs Adda Adda ohne Punkt und Komma»; Zitatensammlung, Textkunstwerk und Buch im gebundenen A4-Format sorgen seit Januar 2010 in der „einzigsten Schweizer Stadt der Welt an der südlichsten Bucht des Bodensees“, eben Rorschach, für Unruhe, Heiterkeit, Besinnung und Rätselraten.

Inhalt ist, was im aktuellen Rorschach irgendwie, irgendwann, irgendwo gesagt, geschrieben, gedacht worden ist, bestehend aus Zitaten einerseits von Literaten, Künstlern, Philosophen, Semiotikern, Soziologen, Psychologen zum Allgemeinen der Welt, andererseits aus Zeitungen, Websites, Büchern und von Leuten, die sich mit dem Rorschacher Alltag befassen. Die anonyme Urheberschaft bezeichnet das Kunstprojekt auch als „Versteckspiel“ einerseits und als Fortsetzung und Beitrag zum Projekt "Rorschach bewusster wahrnehmen"andererseits.

Marcel Elsener im Tagblatt vom 17. Februar 2010: „Gut vierzig Rorschacher haben im Januar Post erhalten: Inhalt ein Buch im Format A4, betitelt «Rorschachs Adda Adda». Und wie der Titel steht das ganze Buch in Grossbuchstaben geschrieben, ohne Punkt und Komma und ohne Seitenzahlen oder sonstige Ordnung. Alles schwarz auf weiss in Arial-Black-18-Punkt-kursiv, atemlos gereihte Buchstabenketten auf 148 Seiten. Der Trick: Das Buch haben all jene erhalten, die darin zitiert werden. Eitles Liebäugeln: Alle sollen sie sich suchen gehen. Der Autor dieser Zumutung? Ein «wahrhaft in Rorschach lebender Mensch», steht auf dem Cover; kein Name, kein Hinweis. Denn das Buch ist ein Witz, besser: eine gewagte Konstruktion. Der anonyme Autor tritt hinter Hunderte Autoren zurück und versteht sich als Arrangeur einer dadaistischen «écriture méchanique» – er lässt sprechen durch Unmengen von Zitaten aus Zeitungen, Büchern, Blogs und mitgehörten Thekengesprächen. Folglich redet «es» immerzu, wie in einem endlosen Gedicht, das der Phantasie freien Lauf und die Kette der Gedankengänge frei baumeln lässt.“

Im April folgte mit «Rorschachs Barrieren konkret gewartet» ein neues Buch: Adda-Adda-Poesie, bebildert mit Fotos von Res Lerch.  

Anfang Juni wird das Buch «Stadt als Bühne, szenische Eingriffe in einen Stadtkörper» von Mark Riklin und Selina Ingold vorgestellt. Zu Wort kommt darin auch Adda-Adda; weiterhin anonym. Allerdings outet sich die angebliche Autorin im Nachsatz in gewohnt rätselhafter Manier als C.J. Neva, geboren am 21. August 1965 in Cluj-Napoca (deutsch: Klausenburg), Rumänien. Sie lebe als selbständige Kunststopferin seit dem 26. Dezember 1989 unter einem Decknamen in der direkten Umgebung Rorschachs.

Weitere Publikationen folgten:

Das vergessene Testament (Die Schöpfung vor der Schöpfung in Bild und Schrift von Adda Adda), publiziert im September 2010,

Die Stimme (Eine Rorschacher Sage aus der zweiten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts, gefunden und aufgezeichnet von Adda Adda), Comic, publiziert im September 2010, an dem sich neuerdings die Frage nach der Urheberschaft von Adda Adda entzündete.

Weitere Medien sind auf die anonyme Urheberschaft - Mann oder Frau, Unruhestiftung oder Narrentum im Philosophenmantel - aufmerksam geworden, so auch die „Bodensee Nachrichten“, wo sich interessante Wortgefechte abspielen.

Unzählige gutgemeinte wie auch fundiert/kritische Leserbriefe runden die erst in den Anfängen steckende Diskussion über Sinn und Zweck, Ursprung, Herkunft und Zielrichtung dieser grundsätzlich hochintelligenten, des Weiteren fundiert kompetenten, zweifellos kritisch angesetzten, mutmasslich kreativ anarchistischen Gedanken-, Wort- und Satzspielerei ab.

Die Com Media Vision AG als Herausgeberin von Adda Adda durfte in ein e-Mail Einsicht nehmen, aus welchem indiskreterweise zu einer möglichen Klärung der Urheberschaft folgender Wortlaut zitiert wird (Anm.: Weil der Text von Adda Adda einfach „Klasse“, eben Adda Adda beinhaltet - was auch der Grund für diese Indiskretion ist -, wird nahezu der gesamte Inhalt dieses Mails  wiedergegeben im Bewusstsein und auf die Gefahr hin, dass der Zusammenhang für den Leser schwierig herzustellen ist, wenn er den Comic „Die Stimme“ von Adda Adda sowie die Rezension/Diskussion dieses Kunstwerks in den „Bodensee Nachrichten“ vom 8. Oktober 2010 nicht gelesen hat.):

„Adda Adda macht, um die erste Frage im Duell zu beantworten, hauptberuflich gar nichts. Adda Adda ist und bleibt eine Fiktion. Als solche  versucht sie, ins real existierende Bewusstsein eines begrenzten Raumes einzudringen und im Spiel auf der öffentlichen Bühne mitzuspielen. Adda Adda ist also eine ähnliche Figur wie „der Stadtrat“. Eine Spielfigur. Einiges von dem, was Adda Adda über das Wesen des Spiels denkt , ist in das erste AA-Buch eingeflossen. Weiteres dazu wird – möglicherweise – folgen. Als Fiktion hinter der Adda Adda-Fiktion könnte eine zeitgenössisch aufgemotzte Heimatschriftstellerin stehen. Oder eine anonyme Gruppe von FHS-Studenten, die das Spiel der „Stadt als Bühne“ weiterziehen. Oder ein Anhänger literarischer Vielseitigkeitsreiterei, der seine Mitgliedschaft im Club künftiger Nobelpreisträger anstrebt. Oder übermütige Studierende einer Schreibwerkstatt. Weitere Spekulationen sind absolut zulässig.

Den Anspruch, jemanden schlau zu machen, hat der Comic eigentlich nicht. Eher will er „eine einfache Geschichte einfach erzählen“, wie das Peter Bichsel einmal  formulierte. Die Feststellung des naiven Handelns der Hauptfigur trifft sicher ins Schwarze: Auch Märchen erzählen einfach einfache Geschichten, in denen naive Hauptfiguren naiv handeln. Diese Geschichten beginnen oft mit „es war einmal“. Und damit könnte eigentlich jede Geschichte beginnen. Es gibt aber spannendere Alternativen.  Zum Beispiel: „Er war ein alter Mann, der allein in einem kleinen Boot im Golfstrom fischte, und er war jetzt vierundachtzig Tage hintereinander aufs Meer hinaus gefahren, ohne einen Fisch zu fangen.“ Himmelherrgott, warum fährt dieser Mann aufs Meer hinaus, wenn er keine Fische fängt? „Als Gregor Samsa eines Morgens aus unruhigen Träumen erwachte, fand er sich in seinem Bett zu einem ungeheuren Ungeziefer verwandelt.“  Heiliges Kanonenrohr, wie ist diese Verwandlung geschehen, wie sieht dieses Ungeziefer aus, wie wird dieser Gregor Samsa als Ungeziefer weiterleben? Hemingway (erstes Beispiel) und Kafka (zweites Beispiel) wussten (wie viele andere): der erste Satz eines Textes ist  „matchentscheidend“. Ob mit „Am nächsten Morgen denkt Seiler, es müsse ein Traum gewesen sein“ der Einstieg in die Comic-Geschichte gelungen ist oder nicht, lässt sich natürlich ebenso bezweifeln wie die Qualität der Zeichnungen – oder auch, ob der Präsens eine taugliche oder untaugliche Behauptung fürs Erzählen ist.  Fraglich bleibt jedenfalls, wo eine Geschichte wirklich beginnt und wo sie wirklich endet. Sind in Texten aus dem Strom der Zeit ein Anfang und ein Ende eventuell immer zufällig?

Wer ist Seiler? In diesem Comic zum Beispiel ist er ein Opfer. Seiler könnte in anderen Geschichten andere Rolle spielen. Vom Opfer zum Täter werden –  beispielsweise: Der Verfolger.|| Kaum hatte sich Seiler gesetzt und ein Bier bestellt, fragte ihn der Mann auf dem Barhocker neben ihm: «Leiden Sie auch unter Verfolgungswahn?» Seiler schüttelte den Kopf. «Nein», sagte er, «aber warum fragen Sie danach?» | Der Mann stierte nachdenklich in sein Glas. «Bei mir hat es ganz harmlos angefangen», erzählte er zögernd. Zunächst sei ihm aufgefallen, dass sich auf der Strasse alle Leute von irgendwoher nach irgendwohin bewegen. Diese banale Erkenntnis habe ihn auf eine merkwürdige Weise fasziniert. | Der Mann zündete sich eine Zigarette an. «Eines Tages bin ich jemandem hinterhergelaufen», fuhr er fort. «Es war eine alte Frau. Sie kam aus einem Warenhaus, und ich verfolgte sie, bis sie zu Hause angekommen war.» | «Warum haben Sie ausgerechnet diese Frau und nicht eine andere Person verfolgt?» sagte Seiler. | «Keine Ahnung. Aber nach dieser ersten Verfolgung musste ich immer wieder jemanden verfolgen. Die Abstände zwischen den Verfolgungen wurden ständig kürzer. Ich weiss wirklich nicht, nach welchen Gesichtspunkten ich die Leute auswähle, die ich verfolge. Ich sehe jemanden und weiss, dass ich diese Person verfol¬gen muss, genau diese Person.» | Seiler schüttelte ungläubig den Kopf. | «Meine Observierungen sind immer ausdauernder geworden», erklärte der Mann. «Ich widme meine ganze Freizeit dem Verfolgen. Manchmal oberserviere ich jemanden vom Freitagabend bis am Montagmorgen. Wenn ich die Gewohnheiten einer observierten Person kennengelernt habe, kann ich ihre Verfolgung auch unter der Woche immer wieder aufnehmen. Irgendetwas zwingt mich einfach dazu, Leute zu observieren, ich weiss nicht warum.» | «Vielleicht sollten Sie mit einem Psychiater über Ihr Problem sprechen», schlug Seiler vor, «ich kann Ihnen leider nicht helfen, ich bin …»  | «Wer Sie sind», unterbrach der Mann, «weiss ich ganz genau. Sie heissen Peter Seiler, Sie arbeiten als Übersetzer, am Dienstagabend waren Sie im Schauspielhaus. Eine nette Begleiterin hatten Sie.» | Seiler staunte. «Was wissen Sie sonst noch über mich?» | Der Mann wusste alles: wo Seiler wohnte, mit wem er letzte Woche in welchem Restaurant gegessen hatte, wo er einkaufte und vieles mehr. | «Und was geschieht nun weiter?» fragte Seiler seinen Verfolger, «werden Sie mich weiterhin verfolgen? Sollten Sie dies tun, so müsste ich die Polizei einschalten, denn ich …» | «Keine Angst», antwortete der Mann, «mir war selbst nicht mehr wohl bei Ihrer Verfolgung, das können Sie mir glauben, denn noch nie habe ich jemanden so intensiv verfolgt wie Sie. Deshalb musste ich Ihnen heute Abend davon erzählen. Und jetzt, da Sie mich kennen, reizt mich Ihre Verfolgung natürlich nicht mehr.» | Seiler atmete auf. Der Verfolger bezahlte seine Zeche und übernahm auch Seilers Rechnung. Dann verabschiedete er sich und verliess das «Paradies». | Wenige Augenblicke später trat Seiler ebenfalls in die Frühlingsnacht hinaus. ‘Ich muss überprüfen’, dachte er, ‘ob mich der seltsame Vogel wirklich nicht mehr observiert.’ Seiler sah seinen ehemaligen Verfolger in eine Seitengasse einbiegen. Von einer merkwürdigen Kraft dazu gezwungen, nahm er die Verfolgung des sonderbaren Mannes auf.

Das Beispiel (das mit einem Anfang endet) stammt aus einer Serie von drei Dutzend Seiler-Geschichten, die vor ein paar Jahren entstanden sind. Seilers Vorname war damals Peter, wie der vorherige Text zeigt. Und womit ich jenen, die nach der AA-Urheberschaft sherlockholmen eine weitere Spur gelegt habe). Seine Ähnlichkeit zum Hochhaus-Seiler, der sich an jedem Stadtapéro und an jeder Bürgerversammlung mit Wortmeldungen in Szene setzt (und der in seinem beigen Trenchcoat und mit seinem Fotoapparat das Rorschacher Stadtbild belebt), ist zufällig. Seiler ist eine Fiktion wie Adda Adda eine Fiktion ist. Und: Der Hochhaus-Seiler heisst – auch in der dilettantischen Kameraführung des st.gallen.tv-Filmchens –  in seiner Wirklichkeit Werner, nicht Hans. Der verwirrte Herr Wiener lässt grüssen …

Irgendwie seltsam finde ich, dass Adda Adda auf seine kritischen Äusserungen zur Rorschacher Politik reduziert wird. Okay, es gibt solche im ersten Buch – aber wie die zehnseitige Casserini-Biografie darin zeigt, durchaus auch anderes. Das zweite AA-Buch bringt einen konkreten Vorschlag zu einer Idee der „Stadt-als-Bühne“-Aktionen für die Barrieren (mit dem Beispiel konkreter Texte, die sich mit der Stadt befassen, unter anderem halt auch mit Hinweisen auf die Stadtpolitik). Das dritte AA-Buch spielt einen grundsätzlichen Gedanken (bezüglich der Stadt als Bühne) weiter. Das vierte AA-Buch stellt die Vorstellung vor, dass es schon einmal eine Zeit vor unserer Zeit gab (mit der latenten Selbstverständlichkeit, dass es in einer damaligen und dann untergegangenen Schöpfung auch schon ein Rorschach gegeben haben könnte). Wo, donnerunddoria, steht hier die Kritik an der Rorschacher Politik im Zentrum? Als Spielfigur ist Adda Adda    a u c h   an Politik interessiert, wie jeder nonfiktionale Mensch dies in grösserem oder kleineren Mass neben all seinen anderen Interessen (an Fussball, an Fernsehen, an real existierenden Personen seines Umfeldes wie Werner Seiler, Paul Casserini oder Thomas Müller  etc.) auch ist.

Der Advocatus diaboli bringt das Argument ins Spiel, dass Adda Adda nur Zustimmung bei Gleichgesinnten erreicht. Ich stimme ihm zu. Doch damit teilt Adda Adda das Schicksal eines Bundesratsmitglieds, eines Stadtratsmtigliedes, eines FHS-Dozenten, eines BN-Redaktors. Sind sie deshalb alle Sisyphüsser?  Oder hoffen sie, dass ihre Äusserungen und Stellungsnahmen das (öffentliche) Bewusstsein in grösseren oder kleineren Teilen zu Bewegungen anregen, die eine allgemeine Gesinnung mitgestalten und damit einen Beitrag zur allgemeinen Gesinnungsentwicklung bilden könnten? Die Bestätigung einer (partiellen) „Gleichgesinnung“ macht eventuell (jedenfalls für Adda Adda) die Existenz in der Einsamkeit des individuellen Denkens oder Steinerollens etwas erträglicher.

Die Meinung, dass der Mensch nicht dafür gebaut worden sei, selbstkritisch zu sein, möchte ich (in Unkenntnis der dahinter stehenden Bauabsichten seines allfälligen Architekten) nicht teilen. Dieses Menschenbild ist mir, bei allem Respekt vor seinen Malern, zu pessimistisch. Was kann einen Menschen, der sich in solchem Bild fixiert sieht, zu irgendetwas bewegen oder antreiben? Doch weiter im Text: Die kurze Exegese des Stimme-Comics bläht dessen Bedeutungsgehalt überspitzt bis an die Grenzen seines Platzens zu einem Parabelmonster auf. Mein Gott!!!  Und dann noch Adda Adda als Ikone oder grandiose Figur, deren Bücher höchstens ein Schatten seiner selbst sind. Ist das garamend nicht ein wenig zu wenig Ehre? In meiner Jugend habe ich – wie Musils Mann ohne Eigenschaften, was ich aber erst später erfuhr (und wie wohl so manche Leute) –einmal eine neue Religion gründen wollen. Inzwischen bin ich von dieser Absicht abgekommen und hatte sie vergessen. Ich glaube kaum, dass ich noch einmal darauf zurückkommen werde.

Auf dem gottlosen Boden der Realität startet der Zweihänder – ob bewusst oder unbewusst – einen Angriff auf die AA-Bücher unter der Fahne marxistischer Ästhetik. Soll ich wirklich zum Retter eines verstaubten und verblichenen Proletariats werden, indem ich einem historischen Materialismus und dem darauf gebauten philosophischen Fundament der marxistisch-leninistischen Literaturtheorie huldige und meine Schreiberei in den Dienst der Propaganda für eine Ideologie stellen? Mir ist zwar klar, dass bei geistiger Selbstversorgung aus den Bestellern eines Weltbildverlags gewisse Mangelerscheinungen auftreten. Aber an Adda Addas Geist und Wesen kann (leider oder zum Glück) kein Volk genesen! Der Grund dafür: als zwar (offenbar) nicht dafür gebauter, aber doch etwas selbstkritischer Mensch empfindet sich diese Figur  als Würstchen (allenfalls als lokale Würstchenikone im Kampf gegen ortsansässige Kulturmetzger). Und dieses Faktotum fragt sich, ob es sich bei des Zweighänders Behauptung der Unveränderbarkeit von Meinungen aufgrund eines Werkes und gleichzeitiger Forderung nach einem AA-Buch für die Einfachgestrickten zum Ausgleich populistischen Gedankenguts und eines Aufschwungspalavers um einen geistigen Purzelbaum handelt, der mit einer tragischen Bruchlandung endet.“

Wer oder was immer hinter Adda Adda steckt, bleibt trotz Wortgewalt und Eleganz der Ausdrucksweise weiterhin unbeantwortet. Vielleicht oder sogar hoffentlich steckt ein Stück Weltgeist von Georg Wilhelm Friedrich Hegel (1770 - 1831) darin:  

`Die höchste Form der Selbsterkenntnis erreicht der Weltgeist in der absoluten Vernunft. [...]`Die Philosophie ist [...] die höchste Form der Vernunft, denn in der Philosophie reflektiert der Weltgeist über seine eigene Rolle in der Geschichte. Erst in der Philosophie begegnet der Weltgeist sich also selber. So gesehen, könnte man die Philosophie als den Spiegel des Weltgeistes bezeichnen.´"

Hegel soll auch erfasst haben, dass der Weltgeist sich auf höherer Eben immer durchsetzt.
Aber Vorsicht: Hegel verstand unter Philosophie seine eigene Philosophie, wonach sich der Weltgeist zum ersten Mal voll und ganz wiedergefunden habe.  Hegel war der Überzeugung, dass seine Philosophie die höchste Existenzstufe des absoluten Geistes sei, die überhaupt möglich ist. Seine Philosophie sei der Schlusspunkt der Philosophiegeschichte, der Gipfelpunkt allen Philosophierens, die absolute Wahrheit letzter Instanz. Dies ist eine Überheblichkeit, die nahe an geistige Beschränktheit grenzt, und ein Anzeichen, dass Klugheit und Dummheit bei jedem Menschen dicht beieinander liegen können (Peter Möller, http://www.philolex.de/hegel.htm).
Karl Marx schliesslich habe dann Hegel "vom Kopf auf die Füße" gestellt  und die Philosophie des Schwaben in den Dienst tatkräftiger Weltverbesserung gespannt.
Adda Adda überschätzt sich nicht, sieht sich als „Würstchen (allenfalls Würstchenikone) im Kampf gegen ortsansässige Kulturmetzger“, hofft aber vielleicht insgeheim doch, dass der Weltgeist gemäss Hegel „sich auf höherer Ebene immer durchsetzen wird“.
Erhältlich sind die Adda Adda Bücher in Buchhandlungen und beim Kunstbuchverlag Com Media Vision AG in Egnach am Bodensee.

Dienstag, 5. Oktober 2010

Peter Plichta: "Benzin aus Sand. - Und es funktioniert doch!"


Von Erwin Feurer

Die Diskussion um die wissenschaftlichen Erkenntnisse des promovierten Chemikers, Physikers, Mathematikers und Pharmakologen Dr. Peter Plichta muss wieder in Gang gesetzt werden. Der in Düsseldorf ansässige Universal- und Privatgelehrte begeht am 21. Oktober dieses Jahres seinen 71. Geburtstag, unbeachtet von der Weltöffentlichkeit trotz seiner spektakulären und revolutionären Leistungen im Dienste der Wissenschaft und zum Wohle der gesamten Menschheit.

Peter Plichta hat mit seinen wissenschaftlichen Arbeiten die Grundlagen für ein neues Weltbild geschaffen, welches angesichts der fortlaufend zunehmenden, mehr und mehr unlösbaren Probleme unserer Menschheit dringend beachtet und umgesetzt werden muss. Er  ist einer der seltenen Universalwissenschafter, wie sie nur alle 100 bis 200 Jahre in Erscheinung treten. Nur auf Grund seiner interdisziplinär vernetzten Denk- und Arbeitsweise in Chemie, Physik und Mathematik sowie seiner wissenschaftshistorischen Betrachtung und Einordnung sind ihm Forschungsresultate, Entdeckungen und Erfindungen gelungen, die aufhorchen lassen müssen, schlicht weltbewegend sind.

Unbestritten sind seine Erkenntnisse und Entdeckungen im Bereich der Höheren Silane, die zu einem bis anhin für unmöglich gehaltenen Energieträger, dem Silanöl, geführt haben. Peter Plichta ist die Synthetisierung der in der Erdrinde und in der Atmosphäre am Häufigsten vorkommenden Elemente, von Silicium und Stickstoff nachweisbar sowohl theoretisch als auch praktisch im Labor gelungen, eine Weltsensation.

Die eines Nobelpreises würdige Entdeckung, welche im Stande ist, die gesamte Energie- und Umweltproblematik grundlegend und nachhaltig zu lösen wird jedoch völlig unverständlicherweise boykottiert und ignoriert, obwohl diese Entdeckung  im Bereich eines bis anhin nicht wahrgenommenen anorganischen Kreislaufs den Schritt in ein völlig neues Zeitalter, das Siliciumzeitalter, bedeutet.

Der wesentliche Grund für dieses unverantwortliche Wegsehen mag darin liegen, dass zumindest in den Naturwissenschaften die Schul- und Lehrbücher neu geschrieben werden müssen, da verschiedenste Teile der herrschenden Lehre auf völlig falschen Dogmen und Irrtümern basieren.

Hochinteressant und von grundlegender Bedeutung sind auch seine Erkenntnisse in der Mathematik, die er als Grundvoraussetzung der Naturwissenschaften überarbeitet hat, was zu wissenschaftlich bewiesenen Gesetzmässigkeiten u.a. in der Primzahlenordnung geführt hat, die bis heute nicht bekannt waren.

Die Folgerungen aus seinem Gesamtwerk führen zum Erkennen eines in sich geschlossenen Systems des Bauplans des Universums, eine revolutionäre Erkenntnis, an welche sich anzunähern bis heute nur sehr wenigen Wissenschaftern wie  beispielsweise Einstein, Pauli, Gauss, Euler etc. vorbehalten und möglich war. Peter Plichta hat dank seiner höchsten wissenschaftlichen Qualifikationen die Entschlüsselung und logisch nachvollziehbare Beantwortung von bis anhin als unmöglich gehaltener Frage- und Problemstellungen in Chemie und Physik geschafft.

Es ist dringend vonnöten, dass die Menschheit, im Besonderen Wissenschaft, Wirtschaft und Politik sich mit Leben und Werk dieses Jahrhundertgenies, des Universal- und Privatgelehrten Dr. Peter Plichta, Düsseldorf, auseinandersetzt. Unter dem Titel „Benzin aus Sand. - Und es funktioniert doch!“ ist eine bescheidene, die gesamte Tragweite nur rudimentär und fragmentarisch erfassende Publikation erschienen, die beinhaltet:

a) Bestandesaufnahme seiner bisherigen wissenschaftlichen Leistungen,
b) Anstoss zu einer grundlegenden Weltbildveränderung,
c) Orientierungshilfe für Wirtschaft, Politik und Wissenschaft,
d) Verständnis- und Bewusstseinsbildung für den "Normalverbraucher",
e) Entscheidungshilfe für Investoren,
f) Arbeits- und Diskussionsplattform,
g) Interaktives, dynamisches Kulturprojekt.

Es geht in keiner Weise darum, mit dieser Publikation Geld zu verdienen; eine pdf-Datei dieser Veröffentlichung, welche laufend ergänzt und verbessert wird mit Beiträgen von kompetenten Co-Autoren, kann auf dem jeweils aktualisierten Stand kostenlos bezogen werden. Grundgedanke und Absicht ist, eine breit angelegte Diskussion auszulösen, die zu einer in der Folge als notwendig erachteten Veränderung des Verhaltens der Entscheidungsträger in Wissenschaft, Wirtschaft und Politik führen. Nicht ausgeschlossen und denkbar für den Autor ist eine (unblutige) Revolution von unten, wenn sich die Entscheidungsträger nicht bequemen, die Wahrheit, die in den Erkenntnissen von Peter Plichta liegen, zu erkennen und konsequenterweise auch in die Praxis umzusetzen.

Dazu Dr. Peter Plichta: „Gesucht sind Menschen, welche die Ungeheuerlichkeit meines entdeckungsreichen Lebenswerks als Abschluss der Forschung des abendländischen Geistes erfassen und intuitiv als Chance empfinden für den Blick in ein neues Zeitalter, vor dem die Menschheit des Planeten Erde steht. Hegel hat schon richtig erfasst, dass der Weltgeist sich auf höherer Ebene immer durchsetzt, ohne dass die inzwischen auf sechseinhalb Milliarden Menschen angewachsene Bevölkerung überhaupt gefragt wird. Auch ich bin nicht gefragt worden, sondern habe meine Forschung im Sinne einer Pflichterfüllung durchgeführt und abgeschlossen.
Dazu war es notwendig das Erleben und Erforschen zu Papier zu bringen und zu drucken, damit es in der Welt ist. „Das Primzahlkreuz“ Bd. I, II und III umfasst über 1300 Seiten und ist für unsere hartgesottenen Fachidioten, die weltweit an unzähligen Instituten ihr Beamtengehalt als Institutsdirektoren oder Postdocs völlig sinnlos erhalten, nicht nachvollziehbar.
Seneca hat von Sokrates die Formulierung übernommen: „Einst wird kommen der Tag“. Gemeint ist der Tag, an dem die Menschheit kollektiv erfasst, dass wir bisher nichts wissen, außer theologischer Märchen, philosophischem Gefasel, naturwissenschaftlichen Lügen und mathematischen Beweisen, von denen wir nicht wissen, warum es sie gibt.“

Und weiter: „Es gilt zu erkennen, dass die Natur in Zyklen arbeitet, was schon in der Binsenweisheit der Vierjahreszeiten sichtbar ist. Wir haben bisher mathematisch naturwissenschaftlich linear gedacht. Und genau so bauen wir auch unsere Flugzeuge und Raketen. Hinter der Welt steckt aber eine bisher unbekannte zyklische Mathematik, ein Bauplan, der immer da war. Deswegen wird das Herauf- und Heruntersteigen von gasumhüllten Planeten auch nur in der Diskusform erfolgen können, wobei der Luftmantel entweder als Oxidator, z.B. O2/N2 oder als Brennstoff H2 dient.“

Kurzbiographie:

Peter Plichta, Jahrgang 1939, studierte zunächst Chemie und Physik an der
Universität Köln (Diplom 1966, Organische Chemie „summa cum laude“ bei
Professor Birkhofer) und anschliessend die Fächer Kernchemie (1970 „summa
cum laude“ bei Professor Herr) und Jura (bis zur Zulassungsprüfung zur Promotion nach 8 Semestern Studium).

Ab 1967 erhielt er von der DFG zu Beginn einer Promotion in Anorganischer
Chemie am einzigen Silan-Institut der Welt in Köln eine BAT II-Stelle, weil er
eine geniale Methode entdeckt hatte, Siliziumatome zu verknüpfen. Gleichzeitig
gelang ihm die Substitution von Di-, Tri und Tetra-Silanen mit Jod, Brom, Chlor
und Fluor (siehe Veröffentlichungen).

1970 promovierte er über Silan- und Germanium-Verbindungen, deren Darstellung
bis dahin als unmöglich galten. Nach seiner Ernennung zum beamteten
Universitätsassistenten gelang ihm mit Beginn seines Habilitations-Vorhabens die
Gewinnung der langkettigen Silizium-Wasserstoffe, den Dieselölen des Siliziums
(höhere Silane), die noch heute in den Chemiebüchern fälschlicherweise als instabil
bezeichnet werden. Durch eine schwere Labor-Explosion, die er knapp überlebt
hatte, war ihm ein verborgenes Geheimnis der Silane aufgefallen. Wegen des
Kalten Krieges behielt er sein Wissen über die Fähigkeit der Silane, mit Stickstoff
zu verbrennen, für sich. Da er experimentell alles erreicht hatte, bereitete er sich
auf die Fächer Mathematik und Theoretische Physik vor. Um zu beweisen, dass
er auch in der Industrie mit Erfolg arbeiten könne, nahm er eine Stelle in einem
Weltkonzern der Kosmetik an. Dort erhielt er 1973 das Angebot, Vorstand für
Forschung und Entwicklung zu werden. Dieses Angebot schlug er jedoch aus.

Ab 1974 folgte eine intensive Beschäftigung mit Biochemie, Pharmakologie und
Pharmazie an der Universität Marburg (Pharmazeutische Chemie „summa cum
laude“ bei Prof. Dr. Dr. hc. mult. Böhme.) 1977 erhielt er die Approbation als
Apotheker. Von 1981 bis 2004 vertiefte er sich als Privatgelehrter in intensive
vergleichende Studien auf den Gebieten Logik, Zahlentheorie und Mathematik.
1991 veröffentlichte er die Bände „Das Primzahlkreuz“ Band I und II.

Ab 1994 deckte er systematisch Zusammenhänge zwischen mathematischen Sätzen
und physikalischen Naturkonstanten auf, indem er die Struktur und die Verteilung
der Primzahlen als Grundlage des modulararithmetischen Gesetzes zwischen
Atomkern und Elektronenhülle erfasste. Er bewies in den 24 Jahren, dass
die Mathematik und die Zahlen über zwei ewige Geometrien verknüpft sind und
von den Mathematikern der verschiedenen Kulturen nur wieder entdeckt worden
sind. Hierbei begleiteten ihn nacheinander sechs Mitarbeiter. Zwei von ihnen beendeten ihr Mathematikstudium bzw. ihr Physikstudium mündlich und schriftlich
mit der Note „summa cum laude“.

1995 erschienen die Bücher „Gottes geheime Formel“ und 2001 „Benzin aus
Sand“ (Langen Müller, 8. erweiterte Auflage und zweite Auflage).

1998 veröffentlichte Peter Plichta den ersten Teil von „Das Primzahlkreuz Band
III ‛Die vier Pole der Ewigkeit’. Dieses 5. Buch hat den Untertitel „Der Schutzgott
des Genius“. Erst mit Beginn des Jahres 2005 war es gelungen, den zweiten
Teil von Band III abzuschliessen. Dieses 6. Buch hat den Untertitel „Die Indices
modulo 19“ und beweist einwandfrei, dass unsere Ansicht von der Entstehung
des Universums aus Urknall und Zufall so falsch ist, wie in einer früheren Epoche
die Meinung, dass sich die Sonne um die Erde dreht. Der epochale, mathematische
Beweis war erbracht, dass hinter den Gesetzmässigkeiten des Periodensystems
und den Atomen – gemeint sind Kern und Hülle – ein ewiger Bauplan im
Sinne von Plato steckt. Hiermit erfüllt sich in der Person von Peter Plichta die
Idea der griechischen Antike und des christlichen Abendlandes im Sinne von
Oswald Spengler (1919). Das naturphilosophische Lebenswerk von Peter Plichta
ist begleitet von einem fünfzigjahrigen Erfinderleben. Er hat nämlich im Alter
von 15 Jahren mit der Niederschrift seines ersten Patentes begonnen, was sich in
seinem „Persönlichen Lebenslauf“ nachlesen lässt.

Fortsetzung folgt.